Glossar — Kunststoff-Recycling und technische Kunststoffe
Die Welt der technischen Kunststoffe und des Kunststoff-Recyclings ist geprägt von spezialisierten Fachbegriffen, die für Einsteiger und Experten gleichermassen wichtig sind. Als führender Hersteller nachhaltiger technischer Kunststoffe möchte ENNEATECH mit diesem Glossar Transparenz schaffen und das Verständnis für unsere Branche fördern.
Von ENTRON eco Polyamid-Granulaten bis hin zu ENNEAFIL Betonfasern — hier finden Sie alle relevanten Begriffe rund um Polyamide, Recycling-Verfahren und nachhaltige Kunststofftechnologien verständlich erklärt. Dieses Nachschlagewerk richtet sich an Kunden, Partner und alle Interessierten, die mehr über die faszinierende Welt des Kunststoff-Recyclings erfahren möchten.
Abfälle mit Entledigungswillen
Abfälle mit Entledigungswillen sind Stoffe oder Gegenstände, deren Besitzer sich ihrer entledigen will. Der Entledigungswille ist ein zentrales Kriterium für die Einstufung als Abfall gemäß § 3 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG).
Ein Stoff gilt als Abfall, wenn er nicht weiterverwendet werden soll und einer Verwertung oder Beseitigung zugeführt wird. Die Einstufung als Abfall ist unabhängig vom wirtschaftlichen Wert des Materials.
Abgrenzung:
Nebenprodukt: Ein Stoff ist kein Abfall, wenn er als Nebenprodukt eines Produktionsprozesses entsteht und ohne weitere Aufbereitung rechtmäßig weiterverwendet werden kann (§ 4 KrWG).
Ende der Abfalleigenschaft: Ein Abfall verliert seinen Abfallstatus, wenn er ein Verwertungsverfahren durchlaufen hat und bestimmte Qualitäts- und Rechtsanforderungen erfüllt (§ 5 KrWG).
Diese Unterscheidung ist insbesondere im Kunststoffrecycling und bei der Verwendung von Rezyklaten rechtlich relevant.
Additiv
Zusatzstoff, der Kunststoffen beigefügt wird, um bestimmte Eigenschaften zu verbessern oder zu verändern. Bei ENNEAFIL-Fasern werden diese als Betonadditiv eingesetzt.
Alterungsbeständigkeit
Widerstandsfähigkeit eines Kunststoffs gegen zeitbedingte Veränderungen durch Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung, Temperatur oder Feuchtigkeit.
Batch
Produktionscharge oder ‑los, bei der eine bestimmte Menge Material unter gleichen Bedingungen verarbeitet wird.
Betonadditiv
Zusatzstoff für Beton zur Verbesserung der Eigenschaften. ENNEAFIL-Fasern dienen als nachhaltiges Betonadditiv zur Festigkeitssteigerung.
Biodiversität
Biodiversität bezeichnet die biologische Vielfalt von Ökosystemen, Arten und genetischen Ressourcen. Sie umfasst die Vielfalt von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen sowie deren Lebensräume.
Der Schutz der Biodiversität ist ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Entwicklung, da funktionierende Ökosysteme die Grundlage für Rohstoffe, sauberes Wasser, Klimaregulation und stabile Lebensbedingungen bilden.
Für Industrieunternehmen bedeutet Biodiversität insbesondere die verantwortungsvolle Nutzung von Ressourcen, die Reduzierung von Emissionen sowie die Minimierung negativer Umweltauswirkungen entlang der Wertschöpfungskette.
ENNEATECH engagiert sich für den Erhalt der Biodiversität und ist seit dem 13. August 2024 Mitglied im regionalen „Bündnis für Biodiversität“ der IHK für Ostfriesland und Papenburg.
Biobasierte Kunststoffe
Kunststoffe, die ganz oder teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden.
BImSchG-Genehmigung
Die BImSchG-Genehmigung ist eine behördliche Zulassung gemäß dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Sie ist erforderlich für Industrieanlagen, von denen potenziell Umwelteinwirkungen wie Emissionen, Lärm oder Gerüche ausgehen können.
Die Genehmigung bestätigt, dass eine Anlage alle gesetzlichen Anforderungen zum Schutz von Mensch und Umwelt erfüllt. Dazu zählen insbesondere Vorgaben zu Emissionsgrenzwerten, Anlagensicherheit und Umweltverträglichkeit.
ENNEATECH verfügt über eine BImSchG-Genehmigung für den Betrieb entsprechender Anlagen. Damit wird ein rechtskonformer, geprüfter und umweltgerechter Betrieb in der Produktion und im Recycling technischer Kunststoffe sichergestellt.
Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM)
Der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) ist ein Klimaschutzinstrument der Europäischen Union. Er verpflichtet Importeure bestimmter Waren dazu, einen CO₂-Preis für emissionsintensive Produkte zu zahlen, die außerhalb der EU hergestellt wurden. Ziel ist es, Wettbewerbsverzerrungen durch unterschiedliche Klimaschutzstandards zu vermeiden und sogenannte „Carbon Leakage“-Effekte zu verhindern. Der CO₂-Preis orientiert sich am EU-Emissionshandelssystem (EU ETS).
CBAM betrifft insbesondere energieintensive Branchen wie Stahl, Aluminium, Zement, Düngemittel, Strom und perspektivisch weitere Materialien.
Closed-Loop-Verfahren
Das Closed-Loop-Verfahren beschreibt einen geschlossenen Materialkreislauf, bei dem Kunststoffe nach ihrer Nutzung gesammelt, aufbereitet und wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt werden. Ziel ist die möglichst gleichwertige Wiederverwendung des Materials ohne signifikanten Qualitätsverlust.
In der Kunststoffindustrie bedeutet Closed Loop, dass Rezyklate erneut in technischen Anwendungen eingesetzt werden. Dadurch werden Primärrohstoffe eingespart und die CO₂-Bilanz verbessert.
Das Closed-Loop-Verfahren ist ein operativer Bestandteil der Kreislaufwirtschaft und kann Teil einer Cradle-to-Cradle-Strategie sein.
Code of Conduct
Der Code of Conduct (Verhaltenskodex) ist ein verbindliches Regelwerk, das die Werte, Prinzipien und Verhaltensstandards eines Unternehmens definiert.
Der Code of Conduct der ENNEATECH AG fasst die Grundsätze zusammen, die das tägliche Handeln gegenüber Mitarbeitenden, Geschäftspartnern, Kunden und der Gesellschaft leiten.
Er gilt für Vorstand und Belegschaft gleichermaßen und wird auch Geschäftspartnern zur Verfügung gestellt.
- Achtung der Menschenrechte
- Umwelt- und Ressourcenschutz
- Produktsicherheit und Gesetzeskonformität (u. a. REACH, RoHS, TSCA)
- Korruptions- und Geldwäscheprävention
- Fairer Wettbewerb
- Datenschutz und IT-Sicherheit
- Gleichbehandlung und Arbeitsschutz
- Transparente Kommunikation ohne Greenwashing
Der Code of Conduct bildet die Grundlage für eine nachhaltige, integre und verantwortungsvolle Unternehmensführung.
Compound
Ein Compound ist eine maßgeschneiderte Kunststoffmischung aus einem Grundpolymer und spezifischen Additiven. Durch die Kombination von Füllstoffen, Verstärkungsfasern, Stabilisatoren oder Flammschutzmitteln werden mechanische, thermische und chemische Eigenschaften für definierte Anwendungen optimiert.
In der Industrie kommen Compounds zum Einsatz, wenn Standardkunststoffe die technischen Anforderungen nicht erfüllen.
ENNEATECH entwickelt und produziert hochwertige Polyamid-Compounds für anspruchsvolle industrielle Anwendungen.
CO₂-Äquivalente (CO₂e)
CO₂-Äquivalente (CO₂e) sind eine Maßeinheit zur Vergleichbarkeit verschiedener Treibhausgase. Neben Kohlendioxid (CO₂) werden auch Methan (CH₄), Lachgas (N₂O) und weitere klimarelevante Gase berücksichtigt und in eine gemeinsame CO₂-Menge umgerechnet.
Die Umrechnung basiert auf dem Global Warming Potential (GWP), das angibt, wie stark ein Gas im Vergleich zu CO₂ zur Erderwärmung beiträgt.
In der Kunststoffindustrie werden Emissionen entlang des gesamten Produktlebenszyklus in CO₂-Äquivalenten angegeben.
CO₂-Bilanz
Die CO₂-Bilanz bezeichnet die gesamte Menge an Treibhausgasemissionen (CO₂-Äquivalente), die über den Lebenszyklus eines Produkts entstehen – von Rohstoffgewinnung über Produktion und Verarbeitung bis Nutzung und Entsorgung.
Der Einsatz von Recycelten Kunststoffen verbessert die CO₂-Bilanz deutlich.
Eine transparente CO₂-Bilanz schafft Vergleichbarkeit und ist Grundlage für Materialentscheidungen, ESG-Strategien und CO₂-Reduktionsziele.
Die CO₂-Bilanz unserer Materialien wurde durch das Kunststoff-Zentrum SKZ ermittelt.
CO₂-Einsparungsnachweis
Ein CO₂-Einsparungsnachweis dokumentiert die konkret erzielte Reduktion von CO₂-Äquivalenten (CO₂e) im Vergleich zu Neuware.
ENNEATECH stellt diesen Nachweis jährlich für Kunden aus. Grundlage ist der Vergleich des GWP von ENTRON®eco mit primärem Polymermaterial.
Die Berechnungen basieren auf verifizierten Datenquellen und unterstützen ESG-Berichterstattung, Nachhaltigkeitsziele und CO₂-Reduktionsstrategien.
Cradle-to-Cradle (C2C)
Cradle-to-Cradle (C2C) ist ein Konzept der Kreislaufwirtschaft, bei dem Materialien dauerhaft in geschlossenen Kreisläufen geführt werden.
Für technische Kunststoffe bedeutet das: sortenrein rückführbar, recyclingfähig und ohne Qualitätsverlust wiederverwendbar.
Im Gegensatz zu „Cradle-to-Grave“ verfolgt C2C ein konsequent zirkuläres Produktdesign.
Das Prinzip steigert Ressourceneffizienz, reduziert CO₂-Emissionen und ermöglicht nachhaltige Kunststofflösungen entlang der Lieferkette.
Dienstleistung
Eine Dienstleistung ist eine immaterielle Leistung, die von einem Unternehmen oder einer Person für einen Auftraggeber erbracht wird. Im Gegensatz zu Sachgütern steht dabei nicht ein physisches Produkt, sondern Fachwissen, Beratung oder eine spezifische Tätigkeit im Mittelpunkt.
Dienstleistungen können unter anderem technische Beratung, Marketing, Logistik, Wartung, IT-Services, Prüfleistungen oder externe Auditierungen umfassen.
ENNEATECH arbeitet mit qualifizierten Dienstleistern zusammen und schätzt deren Fachkompetenz und Erfahrung sehr. Durch diese partnerschaftliche Zusammenarbeit profitieren wir von externer Expertise und stärken kontinuierlich unsere Prozesse, Qualität und Innovationsfähigkeit.
DIN SPEC 91446
Die DIN SPEC 91446 „Klassifizierung von Kunststoff-Rezyklaten durch Datenqualitäts-Niveaus für die Verwendung und den (internetbasierten) Handel“ ist ein deutscher Standard zur transparenten Einordnung und Bewertung von Kunststoffrezyklaten.
Sie definiert Datenqualitäts-Niveaus zur Beschreibung der Herkunft, Zusammensetzung und Nachweisführung von Rezyklaten. Ziel ist es, Vergleichbarkeit, Transparenz und Vertrauen im Handel – insbesondere auch im digitalen bzw. internetbasierten Handel – zu schaffen.
Die DIN SPEC 91446 unterstützt Unternehmen dabei, Rezyklate eindeutig zu klassifizieren und nachvollziehbar gegenüber Kunden und Geschäftspartnern auszuweisen. ENNEATECH stellt einen entsprechenden Nachweis gemäß DIN SPEC 91446 zur Verfügung.
Doppelte Wesentlichkeitsanalyse
Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse ist ein Verfahren zur Identifikation und Bewertung relevanter Nachhaltigkeitsthemen im Rahmen der ESG-Berichterstattung. Sie betrachtet zwei Perspektiven:
- Inside-Out-Perspektive (Impact Materiality)
Welche Auswirkungen hat die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft? - Outside-In-Perspektive (Financial Materiality)
Welche Nachhaltigkeitsthemen beeinflussen die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Unternehmens?
Durch die Kombination beider Sichtweisen entsteht ein ganzheitliches Bild der wesentlichen ESG-Themen. Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse ist insbesondere im Kontext der europäischen Nachhaltigkeitsberichterstattung (z. B. CSRD) von Bedeutung.
Downcycling
Recyclingprozess, bei dem das Material in seiner Qualität abnimmt und für weniger anspruchsvolle Anwendungen verwendet wird.
Duroplast
Kunststoff, der nach der Aushärtung nicht mehr verformbar ist, im Gegensatz zu Thermoplasten wie Polyamid.
Ecovadis
EcoVadis ist eine international anerkannte Bewertungsplattform für Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR). Unternehmen werden anhand von ESG-Kriterien in den Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung bewertet.
Die Bewertung basiert auf internationalen Standards wie dem UN Global Compact, der Global Reporting Initiative (GRI) und ISO-Normen. Je nach Ergebnis werden Medaillen (Bronze, Silber, Gold oder Platin) vergeben.
ENNEATECH wurde 2025 mit der EcoVadis Platinum-Medaille ausgezeichnet und zählt damit zu den Top 1 % der bewerteten Unternehmen weltweit.
E‑Modul (Elastizitätsmodul)
Der E‑Modul (Elastizitätsmodul) beschreibt die Steifigkeit eines Werkstoffs. Er gibt an, wie stark sich ein Material unter mechanischer Belastung elastisch verformt.
Je höher der E‑Modul, desto steifer ist der Werkstoff und desto geringer ist seine elastische Dehnung unter Last. Der E‑Modul wird in der Regel in Megapascal (MPa) oder Gigapascal (GPa) angegeben und im Zugversuch nach genormten Prüfverfahren bestimmt.
Bei technischen Kunststoffen wie glasfaserverstärkten Polyamid-Compounds kann der E‑Modul durch den Einsatz von Verstärkungsfasern deutlich erhöht werden. Er ist ein entscheidender Kennwert für konstruktiv beanspruchte Bauteile.
Ende der Abfalleigenschaft
Das Ende der Abfalleigenschaft beschreibt den Zeitpunkt, an dem ein zuvor als Abfall eingestufter Stoff seinen Abfallstatus verliert. Rechtsgrundlage ist § 5 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG).
Voraussetzung ist, dass der Stoff ein Verwertungsverfahren durchlaufen hat und anschließend bestimmte Kriterien erfüllt: Er wird für einen konkreten Zweck eingesetzt, es besteht eine Nachfrage, er erfüllt technische sowie rechtliche Anforderungen und seine Verwendung führt nicht zu schädlichen Umwelt- oder Gesundheitsfolgen.
Mit dem Ende der Abfalleigenschaft wird das Material rechtlich wieder zu einem Produkt bzw. Sekundärrohstoff.
In der Kunststoffindustrie ist dies insbesondere bei aufbereiteten Rezyklaten relevant. Nach erfolgreicher Aufbereitung und Qualitätssicherung können recycelte Kunststoffe wieder als Rohstoff in der Compoundierung und Produktion technischer Kunststoffe eingesetzt werden.
Energiemanagement
Energiemanagement umfasst alle systematischen Maßnahmen zur Erfassung, Steuerung und kontinuierlichen Verbesserung des Energieeinsatzes in einem Unternehmen. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu reduzieren, die Energieeffizienz zu steigern und damit Kosten sowie Emissionen nachhaltig zu senken.
In der Kunststoffindustrie betrifft Energiemanagement insbesondere energieintensive Prozesse wie Extrusion, Compoundierung und Aufbereitung von Kunststoffen.
ENNEATECH betreibt ein zertifiziertes Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001. Die Zertifizierung bestätigt strukturierte Prozesse zur kontinuierlichen Verbesserung der energiebezogenen Leistung und zur Reduzierung von CO₂-Emissionen.
Engineering Polymers
Engineering Polymers ist die englische Bezeichnung für technische Kunststoffe mit definierten mechanischen, thermischen und chemischen Eigenschaften für anspruchsvolle industrielle Anwendungen.
Im Gegensatz zu Standardkunststoffen zeichnen sich Engineering Polymers durch hohe Festigkeit, Steifigkeit, Temperaturbeständigkeit und Medienresistenz aus. Sie werden vor allem in der Automobilindustrie, im Maschinenbau sowie in elektrischen und elektronischen Anwendungen eingesetzt.
Der Namenszusatz „Engineering Polymers“ unterstreicht bei ENNEATECH die Spezialisierung auf leistungsfähige, technisch anspruchsvolle Polyamid-Compounds und nachhaltige Kunststofflösungen.
ENNEAFIL
Markenname für die Polyamid-Fasern von ENNEATECH, die als Betonadditiv zur Festigkeitssteigerung eingesetzt werden.
ENNEATECH – Herkunft des Namens
Der Name ENNEATECH leitet sich vom griechischen Wort „ennea“ für Neun ab. Die Zahl Neun steht symbolisch für ein Neuneck, das Stabilität, Struktur und technische Präzision verkörpert.
Zugleich gilt die Neun in vielen Kulturen als Glückszahl und Symbol für Vollständigkeit und Stärke.
In Verbindung mit „Tech“ – als Hinweis auf Technologie und technische Kompetenz – steht ENNEATECH für stabile, leistungsfähige und innovative Lösungen im Bereich technischer Kunststoffe.
ENTRON eco
Markenname für die nachhaltigen Polyamid-Granulate und Compounds von ENNEATECH aus recycelten Materialien.
EPD (Environmental Product Declaration)
Eine Environmental Product Declaration (EPD) ist eine standardisierte, unabhängige Umweltproduktdeklaration nach ISO 14025. Sie stellt transparente und verifizierte Informationen zu den Umweltauswirkungen eines Produkts über seinen Lebenszyklus hinweg bereit.
ENNEATECH verfügt über EPDs für:
Beide Deklarationen:
- basieren auf den Product Category Rules (PCR) „Plastics in primary forms“
- sind extern verifiziert
- gelten „cradle-to-gate“
- bestätigen einen Rezyklatanteil von 100 % (post-industriell)
Damit liefern die EPDs eine belastbare Grundlage für Nachhaltigkeitsbewertungen, CO₂-Bilanzen und Gebäudezertifizierungen.
Entsorgungsfachbetrieb
Ein Entsorgungsfachbetrieb ist ein Unternehmen, das gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Entsorgungsfachbetriebeverordnung (EfbV) zertifiziert ist und die fachgerechte Sammlung, Lagerung, Behandlung, Verwertung oder Beseitigung von Abfällen nachweislich erfüllt.
Die Zertifizierung erfolgt durch eine unabhängige technische Überwachungsorganisation und bestätigt die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen, qualifizierter Prozesse sowie dokumentierter Qualitätssicherungsmaßnahmen.
ENNEATECH ist als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb anerkannt. Die Zertifizierung umfasst unter anderem das Lagern, Behandeln, Verwerten, Handeln und Makeln von Abfällen und bestätigt die fachgerechte sowie gesetzeskonforme Durchführung dieser Tätigkeiten. Sie unterstreicht die Kompetenz im verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoffen und Recyclingmaterialien.
ESG-Bericht
Ein ESG-Bericht dokumentiert die Leistungen und Ziele eines Unternehmens in den Bereichen Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). Er schafft Transparenz über Nachhaltigkeitsstrategien, Emissionen, Ressourceneinsatz sowie soziale und organisatorische Standards.
Der ESG-Bericht dient als Grundlage für Investoren, Kunden und Geschäftspartner zur Bewertung der nachhaltigen Unternehmensentwicklung.
ENNEATECH erstellt einen ESG-Bericht auf freiwilliger Basis. Damit unterstreicht das Unternehmen sein Engagement für Transparenz, nachhaltige Produktion und verantwortungsvolle Unternehmensführung – unabhängig von gesetzlichen Berichtspflichten.
EU-Taxonomie
Die EU-Taxonomie ist ein Klassifizierungssystem der Europäischen Union zur Definition ökologisch nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten. Ziel ist es, einheitliche Kriterien für nachhaltige Investitionen zu schaffen und Transparenz im Bereich Nachhaltigkeit zu erhöhen.
Die Verordnung legt technische Bewertungskriterien fest, anhand derer wirtschaftliche Tätigkeiten als ökologisch nachhaltig eingestuft werden können. Grundlage sind sechs Umweltziele:
- Klimaschutz
- Anpassung an den Klimawandel
- Nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen
- Übergang zur Kreislaufwirtschaft
- Vermeidung von Umweltverschmutzung
- Schutz von Biodiversität und Ökosystemen
Eine wirtschaftliche Tätigkeit gilt als taxonomiekonform, wenn sie wesentlich zu mindestens einem dieser Ziele beiträgt, keinem der anderen Ziele erheblich schadet („Do No Significant Harm“) und Mindestschutzstandards einhält.
Die EU-Taxonomie ist insbesondere für Unternehmen im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung (z. B. CSRD) von Bedeutung.
Extruder
Ein Extruder ist eine Maschine zur kontinuierlichen Verarbeitung von Kunststoffen. Kunststoffgranulat wird im beheizten Zylinder aufgeschmolzen, homogenisiert und unter Druck durch eine Düse gepresst.
Man unterscheidet hauptsächlich zwischen Einschneckenextrudern und Doppelschneckenextrudern:
- Einschneckenextruder werden vor allem für die reine Aufschmelzung und Formgebung eingesetzt.
- Doppelschneckenextruder eignen sich besonders für die Compoundierung technischer Kunststoffe, da sie eine intensivere Durchmischung von Polymer, Additiven, Füllstoffen oder Glasfasern ermöglichen.
Ein entscheidender Faktor ist zudem die Schneckengeometrie und ‑größe (z. B. Durchmesser und L/D‑Verhältnis). Sie beeinflusst Scherkräfte, Verweilzeit, Homogenität und Durchsatz – und damit maßgeblich die Qualität des Compounds.
Extruder sind damit ein zentrales Aggregat in der Produktion hochwertiger Polyamid-Compounds und garantieren reproduzierbare Materialeigenschaften.
Fakuma
Die Fakuma ist eine internationale Fachmesse für industrielle Kunststoffverarbeitung. Sie findet in Friedrichshafen statt und zählt zu den wichtigsten Branchentreffen für Spritzguss, Extrusion, Thermoformen und additive Verfahren.
Die Fakuma wird jährlich veranstaltet, pausiert jedoch im Jahr der K‑Messe.
Im Fokus stehen Maschinen- und Anlagentechnik, Rohstoffe und Compounds, Automatisierungslösungen sowie Recycling- und Nachhaltigkeitstechnologien. Die Fakuma gilt als praxisorientierte Arbeitsmesse und ist insbesondere für Verarbeiter technischer Kunststoffe von hoher Bedeutung.
Die nächste Fakuma findet vom 12. bis 16. Oktober 2026 statt. Die ENNEATECH AG wird als Aussteller vertreten sein (Stand B2-2311) und freut sich über Ihren Besuch.
Faserstoff
Faserförmiges Material, das zur Verstärkung von Kompositmaterialien verwendet wird. ENNEAFIL-Fasern verstärken Beton.
Feuchtigkeitsaufnahme
Die Feuchtigkeitsaufnahme beschreibt die Fähigkeit eines Werkstoffs, Wasser aus der Umgebung aufzunehmen. Bei Polyamiden (PA) ist diese Eigenschaft besonders ausgeprägt, da die Amidgruppen in der Polymerstruktur Wasser binden können.
Die Aufnahme von Feuchtigkeit beeinflusst mechanische und thermische Eigenschaften erheblich: Mit steigendem Feuchtigkeitsgehalt nimmt die Steifigkeit ab, während Zähigkeit und Schlagzähigkeit in der Regel zunehmen. Gleichzeitig können sich Maße und Gewicht verändern.
In der Verarbeitung von Polyamid ist eine kontrollierte Trocknung vor dem Spritzguss oder der Extrusion entscheidend, da Restfeuchtigkeit zu Materialabbau und Qualitätsverlust führen kann.
Füllstoff
Zusatzstoff, der Kunststoffen beigefügt wird, um Volumen zu erhöhen oder Kosten zu reduzieren, ohne die Haupteigenschaften zu beeinträchtigen.
Glasfaser
Glasfaser ist ein mineralischer Verstärkungsstoff, der technischen Kunststoffen zur Verbesserung ihrer mechanischen Eigenschaften beigemischt wird. In Form von Kurz- oder Langfasern erhöht Glasfaser die Steifigkeit, Festigkeit und Temperaturbeständigkeit des Materials deutlich.
In glasfaserverstärkten Kunststoffen (z. B. GF-verstärktes Polyamid) übernimmt die Faser die tragende Funktion, während die Polymermatrix für Formgebung und chemische Beständigkeit sorgt. Dadurch entstehen hochbelastbare Werkstoffe für anspruchsvolle industrielle Anwendungen.
Glasfaserverstärkte Polyamid-Compounds kommen vor allem im Automobil- und Maschinenbau sowie in strukturell hochbeanspruchten Bauteilen zum Einsatz.
Glasübergangstemperatur
Temperatur, bei der ein Kunststoff vom glasartigen in den gummielastischen Zustand übergeht.
Glührückstand
Der Glührückstand bezeichnet den Anteil an nicht brennbaren Bestandteilen eines Kunststoffs, der nach dem Veraschen einer Probe bei hoher Temperatur zurückbleibt. Er wird in der Regel in Gewichtsprozent (%) angegeben.
Bei technischen Kunststoffen entspricht der Glührückstand häufig dem Anteil an mineralischen Füllstoffen oder Verstärkungsfasern, beispielsweise Glasfasern.
Die Bestimmung erfolgt nach genormten Prüfverfahren und dient der Qualitätskontrolle sowie der Überprüfung des Füllstoffgehalts in Compounds.
Granulat
Granulat bezeichnet kleine, körnige Kunststoffpartikel, die als standardisiertes Ausgangsmaterial für die industrielle Weiterverarbeitung dienen. Es wird typischerweise in Spritzguss‑, Extrusions- oder Blasformprozessen eingesetzt.
In der Kunststoff-Compoundierung entsteht Granulat nach dem Aufschmelzen, Mischen und Strangschneiden des Materials. Die gleichmäßige Form und definierte Korngröße ermöglichen eine präzise Dosierung, konstante Verarbeitung und reproduzierbare Bauteilqualität.
ENNEATECH liefert hochwertige technische Kunststoffe – wie ENTRON eco – als Granulat und Coumpound für eine prozesssichere industrielle Anwendung.
Greenwashing
Greenwashing bezeichnet Kommunikations- oder Marketingmaßnahmen, bei denen Unternehmen ihre Produkte, Dienstleistungen oder Strategien umweltfreundlicher darstellen, als sie tatsächlich sind.
Dabei werden einzelne positive Aspekte hervorgehoben, während negative Umweltwirkungen verschwiegen oder relativiert werden. Ziel ist es häufig, das Image zu verbessern oder Wettbewerbsvorteile zu erzielen, ohne substanzielle ökologische Verbesserungen umzusetzen.
Greenwashing untergräbt Vertrauen, verzerrt den Wettbewerb und steht im Widerspruch zu transparenter Nachhaltigkeitskommunikation.
Eine glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategie basiert dagegen auf überprüfbaren Daten, klar definierten Zielen, unabhängigen Prüfungen und transparenter Berichterstattung.
GRI-Bericht
Ein GRI-Bericht ist ein Nachhaltigkeitsbericht, der nach den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt wird. Die GRI-Standards zählen zu den international führenden Rahmenwerken für die transparente Berichterstattung über ökologische, soziale und ökonomische Auswirkungen eines Unternehmens.
Ein GRI-Bericht umfasst unter anderem Angaben zu Emissionen, Energieverbrauch, Ressourceneinsatz, Arbeitsbedingungen und Unternehmensführung und schafft eine strukturierte, vergleichbare ESG-Berichterstattung.
ENNEATECH hat seinen Nachhaltigkeitsbericht gemäß den GRI-Standards erstellt und dokumentiert damit transparent die relevanten Umwelt‑, Sozial- und Governance-Themen des Unternehmens.
Grünstrom
Grünstrom bezeichnet Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind‑, Solar- oder Wasserkraft. Er wird bilanziell CO₂-frei erzeugt und durch Herkunftsnachweise zertifiziert.
ENNEATECH bezieht seit 2021 ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien. Seit 2023 ist der Strombezug gemäß Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes zertifiziert. Damit wird sichergestellt, dass jede genutzte Kilowattstunde aus erneuerbaren Quellen stammt.
GWP (Global Warming Potential)
Das Global Warming Potential (GWP) beschreibt das Erderwärmungspotenzial eines Treibhausgases im Vergleich zu Kohlendioxid (CO₂). Es gibt an, wie stark ein Gas über einen definierten Zeitraum – meist 100 Jahre (GWP100) – zur globalen Erwärmung beiträgt.
CO₂ dient dabei als Referenzwert mit dem Faktor 1. Methan (CH₄) oder Lachgas (N₂O) weisen ein deutlich höheres GWP auf und werden zur Vergleichbarkeit in CO₂-Äquivalente (CO₂e) umgerechnet.
In der Kunststoffindustrie bildet das GWP die Grundlage für die Berechnung der CO₂-Bilanz technischer Kunststoffe und ermöglicht eine transparente Bewertung von Primärmaterialien und Rezyklaten.
Hydrolyse
Hydrolyse bezeichnet die chemische Spaltung von Polymerketten durch Reaktion mit Wasser. Bei technischen Kunststoffen kann dieser Prozess zu einer Verringerung der mechanischen Eigenschaften führen.
Besonders bei Polyamiden kann Hydrolyse unter Einwirkung von Feuchtigkeit und erhöhten Temperaturen auftreten. Dabei werden die Molekülketten verkürzt, was sich negativ auf Festigkeit, Zähigkeit und Langzeitstabilität auswirken kann.
Die Hydrolysebeständigkeit ist daher ein wichtiger Faktor bei der Materialauswahl für feuchte oder thermisch belastete Anwendungen, beispielsweise im Automobil- oder Maschinenbau.
Injection Molding (Spritzgießen)
Injection Molding, auf Deutsch Spritzgießen, ist ein industrielles Fertigungsverfahren zur Herstellung von Kunststoffbauteilen. Dabei wird aufgeschmolzenes Kunststoffgranulat unter hohem Druck in eine temperierte Form eingespritzt, wo das Material abkühlt und erstarrt.
Das Verfahren eignet sich besonders für die wirtschaftliche Serienproduktion komplexer Bauteile mit hoher Maßgenauigkeit und Oberflächenqualität.
In der Verarbeitung technischer Kunststoffe – insbesondere Polyamid-Compounds – ermöglicht Injection Molding die präzise Umsetzung definierter Materialeigenschaften, etwa bei glasfaserverstärkten oder schlagzäh modifizierten Werkstoffen.
Innovation
Innovation bezeichnet die Entwicklung und erfolgreiche Umsetzung neuer oder wesentlich verbesserter Produkte, Verfahren oder Geschäftsmodelle. Sie ist ein zentraler Treiber für Wettbewerbsfähigkeit, technologische Weiterentwicklung und nachhaltiges Wachstum.
Innovation umfasst dabei nicht nur technische Neuerungen, sondern auch Prozessoptimierungen, Effizienzsteigerungen und neue Lösungsansätze zur Ressourcenschonung.
ENNEATECH gestaltet seit über 40 Jahren die Entwicklung in der Kunststoffbranche aktiv mit. Kontinuierliche Innovation ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und Grundlage für nachhaltige, leistungsfähige Kunststofflösungen.
ISO-Zertifizierung
Eine ISO-Zertifizierung bestätigt, dass ein Unternehmen definierte internationale Normen für Qualitäts‑, Umwelt- oder Energiemanagement erfüllt. Die Standards werden von der International Organization for Standardization (ISO) entwickelt und regelmäßig durch unabhängige Prüfstellen auditiert.
ISO-Normen schaffen transparente, nachvollziehbare Prozesse und sichern gleichbleibende Qualitätsstandards entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
ENNEATECH ist nach mehreren ISO-Normen zertifiziert, darunter:
Die Zertifizierungen unterstreichen den Anspruch an Prozesssicherheit, Ressourceneffizienz und nachhaltige Produktion technischer Kunststoffe.
K Messe
Die K‑Messe ist die weltweit führende Fachmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie. Sie findet alle drei Jahre in Düsseldorf statt und gilt als wichtigste internationale Plattform für Innovationen, Technologien und Trends in der Kunststoffverarbeitung.
Schwerpunkte der K Messe sind unter anderem Rohstoffe, Compounds, Maschinen- und Anlagentechnik, Recycling, Kreislaufwirtschaft sowie nachhaltige Kunststofflösungen.
Die nächste K Messe findet vom 18. bis 25. Oktober 2028 in Düsseldorf statt. Die ENNEATECH AG wird als Aussteller vertreten sein.
Klimaneutralität
Klimaneutralität bezeichnet den Zustand, bei dem durch eine Tätigkeit, ein Unternehmen oder ein Produkt netto keine zusätzlichen Treibhausgasemissionen entstehen. Verbleibende Emissionen werden reduziert und gegebenenfalls durch anerkannte Maßnahmen ausgeglichen.
Grundlage ist die Erfassung aller relevanten Emissionen, in der Regel nach dem Greenhouse Gas Protocol (Scope 1–3). Ziel ist es, Emissionen systematisch zu vermeiden, zu reduzieren und nur unvermeidbare Restemissionen zu kompensieren.
ENNEATECH verfolgt das Ziel, den eigenen CO₂-Fußabdruck in Scope 1 und Scope 2 bis 2028 auf null zu reduzieren.
Kreislaufwirtschaft
Die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) ist ein Wirtschaftsmodell, das darauf abzielt, Ressourcen möglichst lange im Nutzungskreislauf zu halten und Abfall zu vermeiden. Materialien werden wiederverwendet, recycelt oder als Rezyklate erneut in die Produktion integriert.
Im Gegensatz zur linearen Wirtschaft („Take–Make–Dispose“) setzt die Kreislaufwirtschaft auf geschlossene Materialkreisläufe, Ressourceneffizienz und nachhaltiges Produktdesign.
In der Kunststoffindustrie bedeutet dies insbesondere die Rückführung von Produktionsresten und Post-Consumer-Materialien in neue technische Kunststoffe, wodurch Primärrohstoffe eingespart und die CO₂-Bilanz verbessert werden kann.
Kreislaufwirtschaft – 9R-Framework
Das 9R-Framework ist ein Modell der Kreislaufwirtschaft zur systematischen Einordnung von Maßnahmen nach ihrer ökologischen Wirksamkeit – von Vermeidung bis Recycling.
Refuse – Vermeiden
Rethink – Nutzung neu denken
Reduce – Ressourcenverbrauch reduzieren
Reuse – Wiederverwenden
Repair – Reparieren
Refurbish – Aufarbeiten
Remanufacture – Generalüberholen
Repurpose – Umnutzen
Recycle – Werkstofflich verwerten
Je weiter oben eine Strategie in dieser Hierarchie steht, desto größer ist in der Regel ihr Beitrag zur Ressourcenschonung und Emissionsreduktion.
In der Kunststoffindustrie bedeutet dies insbesondere die Verlängerung von Produktlebenszyklen sowie die Rückführung von Produktionsresten und Post-Consumer-Materialien in neue technische Kunststoffe zur Einsparung von Primärrohstoffen.
Kunststoff-Recycling
Kunststoff-Recycling bezeichnet Verfahren zur Wiederverwertung von Kunststoffabfällen, bei denen Materialien aufbereitet und als Rezyklate erneut in industrielle Anwendungen eingebracht werden. Ziel ist die Rückführung von Kunststoffen in den Materialkreislauf und die Reduzierung von Primärrohstoffen.
Je nach Verfahren werden Produktionsreste (Post-Industrial) oder gebrauchte Kunststoffprodukte (Post-Consumer) sortiert, gereinigt, aufgeschmolzen und zu neuem Granulat verarbeitet.
ENNEATECH ist auf hochwertiges Polyamid-Recycling spezialisiert und entwickelt leistungsfähige Rezyklate für anspruchsvolle technische Anwendungen. Dadurch werden Ressourcen geschont und die CO₂-Bilanz gegenüber Neuware deutlich verbessert.
Makrofaser
Grössere Fasern (>0,3 mm Durchmesser) zur Betonverstärkung, Teil des ENNEAFIL-Sortiments.
Mechanisches Recycling
Recyclingverfahren, bei dem Kunststoffe durch physikalische Prozesse wie Zerkleinern und Aufschmelzen wiederverwertet werden.
Mikrofaser
Sehr feine Fasern (<0,3 mm Durchmesser) zur Betonverstärkung, Teil des ENNEAFIL-Sortiments.
Nachhaltigkeit
Prinzip des verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen. ENNEATECH produziert nachhaltige technische Kunststoffe.
Neuwaren-Qualität
Qualitätsniveau, das recycelte Materialien erreichen können. ENTRON eco-Produkte erreichen nahezu Neuwaren-Qualität.
Netzwerk
Ein Netzwerk ist der Zusammenschluss von Unternehmen, Institutionen oder Organisationen, die sich aktiv austauschen, voneinander lernen und gemeinsam Themen voranbringen. Im Mittelpunkt stehen Kooperation, Wissenstransfer und die Weiterentwicklung gemeinsamer Ziele.
Unternehmensnetzwerke schaffen Raum für neue Impulse, stärken Innovationskraft und fördern nachhaltige Entwicklung durch partnerschaftliche Zusammenarbeit.
ENNEATECH engagiert sich in verschiedenen regionalen und überregionalen Netzwerken, darunter beispielsweise:
- Ems-Achse e. V.
- WIP-Kunststoffe e. V.
- VEA – Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (z. B. im Netzwerk REGINEE)
- UN Global Compact Netzwerk Deutschland e. V.
- Bündnis für Biodiversität Ostfriesland und Papenburg
- Ausschuss für Industrie und Energiewirtschaft der IHK für Ostfriesland und Papenburg
- Vereinigung zur Förderung des Instituts für Kunststoffverarbeitung (IKV)
- TecPart – Verband Technische Kunststoff-Produkte e. V.
Nylon
Nylon ist eine Handelsbezeichnung für bestimmte Polyamide (PA), die erstmals in den 1930er-Jahren entwickelt wurden. Chemisch handelt es sich um synthetische Polymere mit wiederkehrenden Amidgruppen in der Molekülkette.
Im technischen Bereich wird Nylon meist mit Polyamid 6 (PA6) oder Polyamid 6.6 (PA6.6) gleichgesetzt. Diese Werkstoffe zeichnen sich durch hohe Festigkeit, gute Verschleißbeständigkeit und Temperaturstabilität aus.
Heute wird im industriellen Kontext überwiegend der präzisere Begriff Polyamid (PA) verwendet, während „Nylon“ häufig als umgangssprachliche oder historische Bezeichnung dient.
PA 6
Polyamid 6, ein technischer Kunststoff mit hoher Festigkeit und Zähigkeit, den ENNEATECH aus recycelten Materialien herstellt.
PA 6.6
Polyamid 6.6, ein technischer Kunststoff mit noch höherer Temperaturbeständigkeit als PA 6.
Polyamid
Technischer Kunststoff mit ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften, Hauptwerkstoff von ENNEATECH.
Post-Consumer-Recycling (PCR)
Post-Consumer-Recycling (PCR) bezeichnet die Wiederverwertung von Kunststoffabfällen, die bereits vom Endverbraucher genutzt und anschließend gesammelt wurden. Dazu zählen beispielsweise Verpackungen, technische Bauteile oder Konsumprodukte.
Im Unterschied zu Post-Industrial-Recycling stammen PCR-Materialien aus dem tatsächlichen Gebrauchskreislauf. Sie werden sortiert, gereinigt, aufbereitet und zu neuem Rezyklat-Granulat verarbeitet.
In der Kunststoffindustrie ermöglicht Post-Consumer-Recycling die Rückführung von Materialien in neue technische Anwendungen, reduziert den Einsatz von Primärrohstoffen und verbessert die CO₂-Bilanz.
Post-Industrial-Recycling (PIR)
Post-Industrial-Recycling (PIR) bezeichnet die Wiederverwertung von Kunststoffabfällen, die während industrieller Produktionsprozesse entstehen und den Endverbraucher nicht erreichen. Dazu zählen beispielsweise Angüsse, Stanzreste, Fehlteile oder Produktionsüberschüsse.
Diese Materialien werden sortenrein erfasst, aufbereitet und als Rezyklat erneut in den Materialkreislauf eingebracht. Aufgrund der bekannten Materialzusammensetzung und kontrollierten Herkunft bietet PIR in der Regel eine hohe und konstante Qualität.
In der Herstellung technischer Kunststoffe ermöglicht Post-Industrial-Recycling die effiziente Rückführung von Produktionsresten, reduziert den Einsatz von Primärrohstoffen und trägt zur Verbesserung der CO₂-Bilanz bei.
Product Carbon Footprint (PCF)
Der Product Carbon Footprint (PCF) beschreibt die gesamten Treibhausgasemissionen eines Produkts entlang definierter Systemgrenzen. Er wird in Kilogramm CO₂-Äquivalent (kg CO₂-Äq.) pro Produkteinheit angegeben.
Die Berechnung erfolgt gemäß international anerkannter Normen DIN EN ISO 14040 und 14044 (Ökobilanz) sowie DIN EN ISO 14067 (Carbon Footprint von Produkten). Die Systemgrenze wurde jeweils „von der Wiege bis zum Werkstor“ (Cradle-to-Gate) definiert.
Für ENNEATECH wurden folgende Product Carbon Footprints durch das SKZ – Das Kunststoff-Zentrum ermittelt:
- PA6-Regranulat: 0,165 kg CO₂-Äq. pro 1 kg Produkt
- PA6.6‑Regranulat: 0,155 kg CO₂-Äq. pro 1 kg Produkt
Der PCF dient als belastbare Grundlage für Nachhaltigkeitsbewertungen, ESG-Berichte sowie CO₂-Vergleiche innerhalb der Wertschöpfungskette.
Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagement (QM) umfasst alle systematischen Maßnahmen zur Sicherstellung und kontinuierlichen Verbesserung einer gleichbleibend hohen Produkt- und Prozessqualität. Ziel ist es, Anforderungen von Kunden, Normen und gesetzlichen Vorgaben zuverlässig zu erfüllen.
Im Bereich technischer Kunststoffe bedeutet Qualitätsmanagement insbesondere die Kontrolle von Rohstoffen, Produktionsprozessen, Materialkennwerten und Rückverfolgbarkeit.
ENNEATECH arbeitet nach einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem gemäß ISO 9001. Die Zertifizierung bestätigt strukturierte Prozesse, dokumentierte Abläufe und eine kontinuierliche Optimierung der Produkt- und Prozessqualität.
REACH
REACH steht für Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals und ist eine EU-Verordnung zur Regulierung von Chemikalien (Verordnung (EG) Nr. 1907/2006).
Ziel von REACH ist es, den Schutz von Mensch und Umwelt vor möglichen Risiken durch chemische Stoffe zu verbessern. Hersteller und Importeure sind verpflichtet, chemische Stoffe zu registrieren und deren sichere Verwendung nachzuweisen.
Für die Kunststoffindustrie bedeutet REACH insbesondere die Einhaltung von Stoffbeschränkungen, Informationspflichten entlang der Lieferkette sowie die Beachtung der sogenannten SVHC-Liste (Substances of Very High Concern).
Die Einhaltung der REACH-Anforderungen ist Voraussetzung für das Inverkehrbringen von Produkten innerhalb der Europäischen Union.
Regranulat
Regranulat ist ein durch Recycling hergestelltes Kunststoffgranulat, das aus aufbereiteten Kunststoffabfällen gewonnen wird. Das Material wird zerkleinert, gereinigt, aufgeschmolzen und erneut zu Granulat verarbeitet.
Im Unterschied zum allgemeinen Begriff Rezyklat bezeichnet Regranulat konkret die granulierte Form des recycelten Materials, die direkt in Verarbeitungsverfahren wie Spritzgießen oder Extrusion eingesetzt werden kann.
Regranulate werden aus Post-Industrial- oder Post-Consumer-Materialien hergestellt und dienen als nachhaltige Alternative zu Neuware. Bei entsprechender Aufbereitung und Compoundierung können sie für anspruchsvolle technische Anwendungen eingesetzt werden.
Rezyklat
Rezyklat ist ein Kunststoffmaterial, das durch das Recycling von Kunststoffabfällen gewonnen wird. Es entsteht durch die Aufbereitung, Reinigung und erneute Verarbeitung von Produktionsresten (Post-Industrial) oder bereits genutzten Produkten (Post-Consumer). Ohne Kunststoffabfälle gibt es kein Rezyklat – es ist das Ergebnis eines funktionierenden Materialkreislaufs.
Seit 2020 hat der deutsche Gesetzgeber den Begriff im Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) ausdrücklich definiert als „sekundäre Rohstoffe, die durch die Verwertung von Abfällen gewonnen worden sind oder bei der Beseitigung von Abfällen anfallen und für die Herstellung von Erzeugnissen geeignet sind“.
Schlagzähigkeit
Die Schlagzähigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Werkstoffs, stoßartige oder schlagartige Belastungen aufzunehmen, ohne zu brechen. Sie ist ein Maß für die Widerstandsfähigkeit eines Materials gegenüber plötzlichen mechanischen Einwirkungen.
Die Schlagzähigkeit wird in der Regel mit genormten Prüfverfahren wie dem Charpy- oder Izod-Schlagbiegeversuch ermittelt und in kJ/m² angegeben.
Bei technischen Kunststoffen wie Polyamid-Compounds ist eine hohe Schlagzähigkeit insbesondere für sicherheitsrelevante oder dynamisch beanspruchte Bauteile von Bedeutung. Sie kann durch Modifikationen oder Additive gezielt beeinflusst werden.
Scope 1–3 (Treibhausgasemissionen)
Einteilung von Treibhausgasemissionen gemäß Greenhouse Gas Protocol nach ihrem Entstehungsbereich.
- Scope 1: Direkte Emissionen aus eigenen oder kontrollierten Quellen, z. B. Emissionen aus unternehmenseigenen Produktionsanlagen.
- Scope 2: Indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie, z. B. Emissionen aus dem Stromverbrauch am Standort.
- Scope 3: Weitere indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, z. B. Emissionen aus eingekauften Rohstoffen.
SDGs (Sustainable Development Goals)
Die SDGs (Sustainable Development Goals) sind die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN). Sie wurden 2015 im Rahmen der Agenda 2030 verabschiedet und definieren weltweite Ziele zur Förderung nachhaltiger Entwicklung in den Bereichen Umwelt, Soziales und Wirtschaft.
Die 17 SDGs umfassen unter anderem Klimaschutz, nachhaltige Industrie, verantwortungsvollen Konsum, hochwertige Bildung und menschenwürdige Arbeit.
Für Unternehmen dienen die SDGs als Orientierungsrahmen zur strategischen Ausrichtung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen und ESG-Strategien.
Spritzguss
Spritzguss ist ein industrielles Verfahren zur Herstellung von Kunststoffbauteilen, bei dem aufgeschmolzenes Material unter Druck in ein Werkzeug eingespritzt wird; siehe auch Injection Molding.
Technische Kunststoffe
Technische Kunststoffe sind hochwertige Kunststoffe mit definierten mechanischen, thermischen und chemischen Eigenschaften für anspruchsvolle industrielle Anwendungen. Sie zeichnen sich durch hohe Festigkeit, Temperaturbeständigkeit, Maßhaltigkeit und Medienresistenz aus.
Im Vergleich zu Standardkunststoffen sind technische Kunststoffe für funktionale Bauteile ausgelegt, die dauerhaft mechanischen oder thermischen Belastungen standhalten müssen.
Typische Einsatzbereiche sind die Automobilindustrie, der Maschinenbau sowie die Elektro- und Elektronikindustrie. Polyamid-Compounds zählen zu den wichtigsten Werkstoffen in diesem Segment.
Thermoplast
Ein Thermoplast ist ein Kunststoff, der durch Erwärmung schmelzfähig und formbar wird und nach dem Abkühlen wieder erstarrt, ohne seine chemische Struktur zu verändern. Dieser Vorgang kann mehrfach wiederholt werden.
Thermoplaste lassen sich daher durch Verfahren wie Spritzguss oder Extrusion verarbeiten und sind grundsätzlich recyclingfähig.
Polyamide zählen zur Gruppe der Thermoplaste und werden aufgrund ihrer mechanischen und thermischen Eigenschaften häufig in technischen Anwendungen eingesetzt.
TISAX®-Label
Das TISAX®-Label (Trusted Information Security Assessment Exchange) ist ein branchenspezifischer Prüf- und Austauschmechanismus für Informationssicherheit in der Automobilindustrie. Grundlage ist der VDA-ISA-Standard (Information Security Assessment), der von der ENX Association verwaltet wird.
Das TISAX®-Label bestätigt, dass ein Unternehmen definierte Anforderungen an Informationssicherheit erfüllt und vertrauliche Informationen – etwa Entwicklungs‑, Kunden- und Projektdaten – systematisch schützt.
ENNEATECH verfügt über ein gültiges TISAX®-Label und erfüllt damit die Anforderungen an Informationssicherheit in der Automobilindustrie.
Upcycling
Recyclingprozess, bei dem aus Abfallmaterialien höherwertige Produkte entstehen.
UV-Beständigkeit
Widerstandsfähigkeit gegen Schädigungen durch ultraviolette Strahlung.
Umweltmanagement
Umweltmanagement umfasst alle strategischen und operativen Maßnahmen eines Unternehmens zur Reduzierung von Umweltbelastungen und zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung. Dazu zählen insbesondere der effiziente Einsatz von Ressourcen, die Reduzierung von Emissionen sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit Energie und Abfällen.
In der Kunststoffindustrie betrifft Umweltmanagement unter anderem Materialeffizienz, Recyclingprozesse, Emissionskontrolle und die Optimierung der CO₂-Bilanz.
ENNEATECH betreibt ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem gemäß ISO 14001. Die Zertifizierung bestätigt strukturierte Prozesse zur Einhaltung gesetzlicher Umweltanforderungen und zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung.
Verarbeitungstemperatur
Die Verarbeitungstemperatur bezeichnet den Temperaturbereich, in dem ein Kunststoff optimal aufgeschmolzen und prozesssicher verarbeitet werden kann. Sie ist abhängig vom Polymer, dem Additivsystem sowie dem jeweiligen Verarbeitungsverfahren, etwa Spritzguss oder Extrusion.
Eine korrekt eingestellte Verarbeitungstemperatur gewährleistet eine homogene Schmelze, stabile Materialeigenschaften und eine gleichbleibende Bauteilqualität. Zu hohe Temperaturen können Materialschädigungen verursachen, während zu niedrige Temperaturen zu unzureichender Aufschmelzung und Verarbeitungsfehlern führen.
Bei technischen Kunststoffen wie Polyamid ist die präzise Einhaltung der Verarbeitungstemperatur entscheidend für mechanische Leistungsfähigkeit und Oberflächenqualität.
Verpackungsrücknahme nach VerpackG
Das Verpackungsgesetz (VerpackG) verpflichtet Unternehmen in Deutschland zur Rücknahme und Verwertung von in Verkehr gebrachten Gewerbe- und Transportverpackungen (§ 15 VerpackG). Grundlage ist die novellierte EU-Verpackungsrichtlinie (EU) 2018/852. Ziel ist es, Verpackungen in den Wertstoffkreislauf zurückzuführen und Deponierung oder Umweltbelastungen zu vermeiden.
ENNEATECH organisiert die Rücknahme und Verwertung seiner in Deutschland in Verkehr gebrachten Verpackungen über das bundesweite System der RIGK – Gesellschaft zur Rückführung industrieller und gewerblicher Kunststoffverpackungen mbH. Kunden können entleerte, nicht schadstoffbelastete Verpackungen kostenfrei an RIGK-Annahmestellen zurückgeben.
Die Verwertung erfolgt in Zusammenarbeit mit zertifizierten Recyclingunternehmen.
Viskosität
Die Viskosität beschreibt die Zähflüssigkeit eines Materials und gibt an, wie stark es dem Fließen unter Belastung widersteht. Bei Kunststoffen bezieht sich die Viskosität in der Regel auf die Fließeigenschaften der Polymerschmelze während der Verarbeitung.
Eine hohe Viskosität bedeutet eine zähere Schmelze mit höherem Fließwiderstand, eine niedrige Viskosität eine dünnflüssigere Schmelze mit besserem Fließverhalten.
In der Kunststoffverarbeitung – insbesondere bei Polyamid-Compounds im Spritzguss oder in der Extrusion – beeinflusst die Viskosität maßgeblich Füllverhalten, Oberflächenqualität und mechanische Eigenschaften des Bauteils.
Werkstoffeigenschaften
Werkstoffeigenschaften sind charakteristische physikalische, mechanische, thermische und chemische Merkmale eines Materials. Sie bestimmen, wie sich ein Werkstoff unter bestimmten Belastungen und Umgebungsbedingungen verhält.
Zu den wichtigsten Werkstoffeigenschaften technischer Kunststoffe zählen beispielsweise Festigkeit, Steifigkeit, Schlagzähigkeit, Temperaturbeständigkeit, Medienresistenz und Dichte.
Die gezielte Einstellung der Werkstoffeigenschaften – etwa durch Additive, Füllstoffe oder Glasfaserverstärkung – ermöglicht die Entwicklung leistungsfähiger Polyamid-Compounds für anspruchsvolle industrielle Anwendungen.
Zugfestigkeit
Die Zugfestigkeit beschreibt die maximale mechanische Spannung, die ein Material unter Zugbelastung aushält, bevor es bricht. Sie wird üblicherweise in Megapascal (MPa) angegeben.
In der Kunststofftechnik ist die Zugfestigkeit ein zentraler Kennwert zur Bewertung der Belastbarkeit von Werkstoffen. Sie gibt an, wie widerstandsfähig ein Material gegenüber ziehenden Kräften ist.
Bei technischen Kunststoffen wie glasfaserverstärktem Polyamid kann die Zugfestigkeit durch den Einsatz von Verstärkungsfasern deutlich erhöht werden und ist entscheidend für strukturell beanspruchte Bauteile.
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